Zur Presseerklärung des Landesmusikrates „Umzug des Wisenschafts-und Kulturministeriums nach Cottbus“

18.04.2019

Sehr geehrte Frau Sander,

unabhängig davon, ob der Vorschlag von Rot-Rot, das Ministerium für Wissenschaft und Kultur nach Cottbus zu verlagern, dem Wahlkampf geschuldet ist, habe mich über Ihre PM schon sehr verwundert. Sie zeigt mir wie sich die Maßstäbe in unserem Land über die Jahre hinweg verschoben haben.

 Wenn Sie wirklich es so meinen, wie Sie es geschrieben haben, dass durch den Umzug des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in meine Heimatstadt und meinen Wahlkreis Cottbus das Ministerium zu einem Ministerium zweiten Ranges wird, dann zeigt es Ihre Arroganz gegenüber den Regionen des Landes Brandenburg. Werden Institutionen, die nach Eberswalde, in die Prignitz, in die Uckermark, in das Havelland oder nach Süd- oder Ostbrandenburg verlegt werden dadurch degradiert? Was ist das für Einstellung gegenüber den Menschen, die gern in Brandenburg leben?

Brandenburg ist nicht nur Potsdam!!! Sie haben Brandenburg nicht verstanden und ich als Ausschussmitglied für Wissenschaft und Kultur verstehe Sie auch nicht. Ja, Sie müssten sich bequemen nach Cottbus zu reisen, wenn Sie den Kontakt pflegen wollen, so wie es viele Menschen aus Brandenburg seit Jahren auf sich nehmen, nach Potsdam zu reisen. Ist das eine Zumutung? Für wen?

Sie haben mich als Unterstützer verloren. Ich bin enttäuscht.

Prof. Dr. Michael Schierack, MdL