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20.02.2019, 14:31 Uhr
PM: BTU Cottbus-Senftenberg braucht mehr Unterstützung durch die Landesregierung. Die Studierendenzahlen brechen seit der Zwangsfusion kontinuierlich ein.
(Cottbus) Der Landtagsabgeordnete und hochschulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Michael Schierack: “Die BTU Cottbus-Senftenberg muss sich zu einem wissenschaftlichen und innovativen Leuchtturm im Rahmen der Strukturentwicklung in der gesamten Lausitz entwickeln. Eine erfolgreiche Hochschulentwicklung setzt aber eine transparente und ehrliche Stärken – Schwäche – Analyse voraus.“

Studierendenzahlen
Auf der Habenseite stehen engagierte und motivierte Professoren und Mitarbeiter sowie ein hohes wissenschaftliches Potenzial in den Bereichen Energie, Umwelt und Gesundheitswissenschaften. Dagegen muss die Entwicklung der Studierendenzahlen an der BTU Cottbus-Senftenberg Anlass zum Umdenken im zuständigen Potsdamer Wissenschaftsministerium sein.

Im Wintersemester 2012/2013 kurz vor der umstrittenen Hochschulfusion hatte die BTU Cottbus 6972 Studierende und die Fachhochschule Lausitz an den Standorten Senftenberg und Cottbus 3338 Studierende. Macht zusammen 10 310 Studierende! Die fusionierte BTU Cottbus-Senftenberg begann im Studienjahr 2013/2014 mit 9553 Studierenden, seitdem verringerte sich von Jahr zu Jahr die Studierendenzahlen auf nur noch 7209 im Studienjahr 2018/2019 (vorläufige Angabe durch das Wissenschaftsministerium). Heute studieren ungefähr so viel Studenten an der BTU Cottbus-Senftenberg wie vor der Fusion allein an der BTU Cottbus.

Fakt ist eine Verringerung der Studierendenzahlen an der BTU-CS um rund 30 % seit 2013, obwohl an allen anderen Universitäten und Hochschulen im Land Brandenburg im gleichen Zeitraum die Studierendenzahlen stagnierten oder zugenommen haben.

Michael Schierack: „Dafür kann kein demografischer Faktor verantwortlich gemacht werden, sondern allein eine verfehlte Hochschulpolitik der rot-roten Landesregierung. Ich habe immer deutlich gemacht, dass die Zwangsfusion zu einer Abnahme der Studierendenzahlen führen würde. Das hat sich jetzt leider über 5 Jahre bewahrheitet. Die Nachwehen der politisch motivierten Hochschulfusion müssen schnell überwunden werden. Leider ist die dafür verantwortliche Ministerin Frau Dr. Münch aus Cottbus nur bereit, den Status quo der BTU CS strukturell und finanziell zu verantworten, anstatt die BTU CS auf einen Entwicklungspfad zu schicken.“

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