Zur Cottbuser Unimedizin

03.08.2021, 18:23 Uhr

Wir haben alle darauf gespannt gewartet, nun liegt der Bericht der Expertenkommission zum Aufbau einer Universitätsmedizin in Cottbus unter Leitung von Professor Einhäupl vor.

Die Empfehlungen der Expertenkommission sind eine großartige Grundlage für den Aufbau einer Universitätsmedizin in Cottbus mit bundesdeutschen Alleinstellungsmerkmalen. Die Eckpunkte zeigen, der Aufbau der Universitätsmedizin in Cottbus ist sinnvoll und möglich. Er stärkt den Wissenschaft- und Gesundheitsstandort Lausitz und wird das großartigste Projekt im Strukturwandel werden. Es ist gut, dass die Landesregierung diese Entwicklung auch finanziell unf personell unterstützen wird. Jetzt geht es darum aus den vorgelegten Eckpunkten ein finales Konzept mit den Akteuren in Politik, Wissenschaft und Gesundheit zu gestalten. Ich freue mich darauf.

Wesentliche Inhalte des Konzeptes sind:
1.) Die Universitätsmedizin soll als eigenständige Einheit (Fakultät) an der BTU errichtet werden
2.) Neben der klassischen Ausbildung von Ärzten wird der Schwerpunkt in der Gesundheitssystemforschung und in der Erforschung der Digitalisierung im Gesundheitswesen liegen
3.) Das kommunale Carl-Thiem-Klinikum wird Universitätsklinikum in Landesträgerschaft und zu einem digitalen Leitrankenhaus ausgebaut werden.
4.) Die Universitätsmedizin wird im Mittelpunkt der Modellregion Gesundheit Lausitz durch starke Vernetzung stehen.
5.) Es werden rund 1600 neue qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Mindestens 80 Professuren.
6.) Geschätzter Finanzierungsbedarf für Forschung, Lehre und Digitalisierung circa 1,9 Mrd. € bis 2038
7.) Es besteht ein zusätzlicher Flächenbedarf von rund 29.000 m²
8.) Die ersten Studierenden sollen sich zum Wintersemester 2026/27 einschreiben können.
Am Ende sollen pro Jahrgang 200 Medizinstudierende ausgebildet werden. Das bedeutet bei Volllast eines sechsjährigen Medizinstudiums 1200 Medizinstudenten