Ausbildung und Wegmarken




In der Schule gehörten Mathematik, Physik und Chemie zu meinen Lieblingsfächern und so folgte ich dem Wunsch meines Vaters und machte nach der Oberschule erst eine Berufsausbildung mit Abitur zum Elektromonteur in Falkenberg / Elster. Eine Zeit, die mich geprägt und geerdet hat.

Seit jeher gehe ich gern auf Menschen zu, rede mit ihnen, versuche ihre Probleme zu lösen. Deshalb wollte ich schon früh Arzt werden und habe bereits als Jugendlicher Praktika im Bezirkskrankenhaus Cottbus absolviert. Nach dem NVA-Grundwehrdienst begann ich 1988 mein Studium an der Berliner Charité. Wenig später erlebte ich hautnah die Friedliche Revolution und die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes.

Mein großes Vorbild war immer mein Großvater Josef Schierack - ein sehr geradliniger Mensch. Er war Mitglied der Zentrumspartei, ging während der Nazidiktatur in die innere Emigration und gründete 1945 die CDU in Kamenz. Nach langen Auseinandersetzungen mit der SED und den  Sowjets verließ mein Opa 1950 seine Partei. Er hatte sich weder von der nationalsozialistischen noch von der sozialistischen Diktatur vereinnahmen lassen. Leider erlebte er die Verwirklichung seines Wunsches nach der Wiedervereinigung Deutschlands nicht mehr, er starb 1973.

Ich habe diesen Traum mit eigenen Augen Wirklichkeit werden sehen. Als junger Student den Fall der Berliner Mauer hautnah mitzuerleben, war für mein gesamtes weiteres Leben prägend. Noch heute habe ich ein Mauerstück daheim und bekomme Gänsehaut, wenn ich daran denke, welche positive, verändernde Kraft von Menschen ausgehen kann.